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Von der Faszination einer Alpenüberquerung - Vom Watzmann zu den 3 Zinnen!

Einmal zu Fuß über die Alpen. Aus eigener Kraft das natürliche Hindernis zwischen Mitteleuropa und dem Süden überschreiten, die Alpen. Davon träumen viele.
Auf der Wikinger Reise "Die Ostalpen von Nord nach Süd" durfte ich genau das jetzt erleben.

Wie der Name schon sagt, startet die Tour mit Blick auf den Watzmann am Königssee im Nationalpark Berchtesgaden und endet in den Dolomiten bei den Drei Zinnen. Sie führt durch das Steinerne Meer, am Großglockner vorbei und über den Nationalpark Hohe Tauern, das Villgratental bis in die Sextner Dolomiten. Drei Länder, fünf Bundesländer und unzählige unterschiedliche Eindrücke und Landschaften auf den Wanderungen. Und das ist auch das Besondere an dieser Alpenüberquerung. Jeden Tag erwartet einen eine andere Bergwelt.

Zu Beginn der Reise der idyllische Königssee mit seinem türkisgrünen Wasser und der schroffen Nordwand des Watzmanns an seiner Seite. Das heißt, idyllisch nur, wenn man früh genug losgeht um den Massen an Ausflugstouristen zu entgehen, die mit den Booten auch alle die wunderbare Natur genießen wollen. Doch diesen kann man schnell entfliehen, wenn man sich auf den Weg zum Kärlingerhaus macht. Denn hier wartet eine recht steile und anstrengende Passage auf alle Wanderer, die Saugasse. Und ja, der Name ist Programm. 😉 Oben angekommen vergisst man diese jedoch recht schnell, da der Blick auf den Funtensee und die grünen Berge drum herum alle Strapazen vergessen lässt.
Es folgt der Weg durch das Steinerne Meer mit seinen wogenden Formationen aus Fels und scheinbar endlosen Wegen aus Stein und ein steiler Abstieg bis nach Maria Alm. Dieser Tag ist eindeutig dem Thema Stein gewidmet.
Die dritte Etappe steht dann im Zeichen des Glocknergruppe. Die Bergwelt wird schroff und man ist meist einsamer auf den Pfaden unterwegs. Zuerst noch über schöne Almwiesen, später über Geröll und kleine Gletscher- und Altschneefelder. Wenn das Wetter gnädig ist, wartet am Ende des Tages der Blick auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner.
Grüne Almwiesen mit Kühen und Pferden, Alpenrosen und Murmeltieren hält der nächste Tag im Leiterbachtal für uns Wanderer bereit. Für mich eine sehr schöne Strecke und ein Tag zum Entspannen, jedenfalls für den Geist und das Auge. Es sind zwar auch einige Höhemeter zu überwinden, so dass meine Meinung nicht alle meine Gäste teilen konnten, aber ich halte daran fest. Wunderbare Natur!
Am nächsten Tag steht der Gipfel des Großen Degenhorns im Mittelpunkt der Tour. Endlich ein Gipfel! Und sogar ein bißchen Kraxelei ist auf dem kleinen Weg vom Kleinen Degenhorn zum Großen Degenhorn mit dabei. Das macht Spaß!
Den gelungenen Abschluss findet die Tour dann in den Dolomiten in Südtirol. Eine komplett andere Kulisse bieten hier die Berge. Spitze, schroffe Felszacken strecken sich in die Höhe und weit über unsere Köpfe hinaus. Wir nähern uns von Norden den Drei Zinnen und blicken so in der Postkartenvariante auf die drei einzigartigen Bergspitzen. Gänsehaut!

Und so endet eine wirklich sehr schöne Tour quer über die Alpen!

Wen das Organisatorische interessiert... Die Tour dauert 8 Tage und es sind 6 Wanderungen zu bewältigen. Zwischen den Etappen gibt es immer wieder Transfers mit dem Bus zu den Unterkünften, da wir nicht immer auf Berghütten übernachten. Zudem gibt es ein Hauptgepäck, dass ebenfalls mit dem Transfer mitgenommen wird. So ist man meist nur mit dem Tagesrucksack unterwegs. Dies erleichtert die Wanderungen etwas. Die Berge sind dadurch jedoch nicht weniger hoch... 😉 Und eine gute Kondition, Trittsicherheit und vor allem Bergerfahrung sind Voraussetzung für die Tour.

Detailierte Info´s findet ihr auch in der Reisebeschreibung von Wikinger.

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