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Barfuß gehen ist gesund

Wann fangt ihr damit an?

Schlammfüße

Das hört man in letzter Zeit immer öfter. Man liest darüber in Zeitschriften, hört es im Radio und selbst im Fernsehen findet man kleine Berichte, die sich mit dem Thema Barfuß gehen beschäftigen. Zudem findet man an vielen Orten extra angelegte Barfußpfade, die das Gehen ohne Schuhe fördern sollen.

Dann muss da ja was dran sein, oder?

Wer schon mal einen Barfußpfad gegangen ist, erinnert sich vielleicht noch an das kleine Abenteuer. Auf unterschiedlichen Untergründen werden die Füße dort verschiedenen Reizen ausgesetzt. Mal lässt sich ganz angenehm über eine Wiesenfläche schlendern oder durch feinen Sand gehen. Oder man kann von Holzscheibe zu Holzscheibe springen, eventuell auch durch Wasser und Matsch waten. Unangenehmer wird es dann, wenn Schotter oder Tannenzapfen ins Spiel kommen. Die setzen den Füßen dann mächtig zu, weil sie solche spitzen Kanten und Ecken gar nicht mehr gewohnt sind.

Barfuß Holzspäne

Und das soll nun gesund sein?

Im Normalfall schonen wir unsere Füße, wo es nur geht. Wir packen sie in festes Schuhwerk und behandeln sie wie rohe Eier, damit sie nicht verletzt werden, nicht frieren oder schmutzig werden. Wisst ihr noch wann ihr das letzte Mal ohne Schuhe unterwegs wart? Und ich spreche jetzt nicht von den kleinen Strecken, die man im Haus mal kurz ohne Schuhe zurücklegt. So vom Bett bis ins Bad, oder eben auf der Terrasse rumlaufen. Und auch nicht vom Strandspaziergang im letzten Urlaub. Ich meine so richtig Draußen vor eurer Haustür. Auf der Straße, in der Stadt, dem Radweg, im Wald, dem Acker oder wo auch sonst ihr so rumläuft.

hängende Füße

Was passiert mit unseren Füßen?

Wenn wir nun unseren Füßen freien Lauf lassen und sie ohne Schuhe benutzen, passiert etwas ganz Wunderbares. Wir fühlen wieder etwas. Durch das Tragen von Schuhen ist das Empfinden unserer Füße stark abgestumpft. Wir wissen nicht mehr, ob der Untergrund auf dem wir gehen warm oder kalt, weich oder hart, feucht oder trocken? Beim Barfußgehen spüren wir diese Reize neu und erleben eine erweiterte Wahrnehmung.

Und unsere Füße möchten arbeiten. Sie möchten ihre Muskeln aktivieren und unterschiedliche Einflüsse wahrnehmen. Wenn die Füße gesund sind, dient das unserem gesamten Körper. Hier einige Vorteile:

  • Muskulatur wird gestärkt
  • Sehnen und Bänder werden gedehnt
  • Durchblutung wird angeregt
  • Abwehrkräfte werden gestärkt
  • Körperhaltung bessert sich
  • Bewegungsapparat funktioniert besser

Zudem ist Barfuß gehen wie eine Massage, die sich auf den ganzen Körper auswirkt. Durch die durchgehende Aktivierung der Fußreflexzonen kann man ganz nebenbei herrlich entspannen.

Barfuß im Gras

Probiert es doch einfach aus

Der Anfang
Wie wäre es mit einer Wiese, dem Bürgersteig oder einem erdigen Waldweg. Es muss ja nicht gleich die Schotterstrecke oder der Buchenwald sein. Bucheckern sind eine sehr große Herausforderung für die Füße… 😉

Die Technik
Beim Barfußgehen ist es hilfreich zuerst den Vorfuß aufzusetzen, und nicht wie beim Gehen mit Schuhen zuerst die Ferse. So könnt ihr den Schritt leicht abfedern und Unebenheiten auf dem Weg ausgleichen.

Die Dauer
Nehmt euch Zeit, geht langsam und schaut wo ihr hintretet. Aber das werdet ihr am Anfang sowieso tun… Und, übertreibt nicht. Fangt mit einer halben Stunde an und steigert euch langsam. Eure Füße sind so viel Training nicht gewöhnt. Nicht selten spürt ihr am nächsten Tag einen leichten Muskelkater.

Die Belohnung
Am Ende werdet ihr mit einer wohligen Entspannung und einem wunderbaren Kribbeln eurer Füße belohnt.

Füße im Wasser

Seid mutig und entdeckt die Welt ohne Schuhe. Ob mitten in der Stadt, beim Einkaufen, Wandern, Radfahren, Singen, Angeln, Tanzen, und, und, und…

Geht auf Entdeckungsreise genießt das neue Gefühl. Und lasst euch nicht von den irritierten Blicken eurer Mitmenschen abschrecken. Die meisten wissen ja gar nicht, was ihnen entgeht.

 

Viel Spaß beim "Unten Ohne"!

Barfuß auf Asphalt

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